Kunstmuseum Gelsenkirchen
Tradition Heute – Tuschemalerei und Kalligrafie 15. Mai bis 13. September 2015
Die traditionelle chinesische Tuschemalerei und Kalligrafie gehören mit ihrer über 2000 Jahre alten Tradition zu den ältesten Kunstformen der Welt. Tusche und Pinsel bilden den Ursprung der chinesischen Kunst, die traditionell nicht die detailgetreue Nachahmung der sichtbaren Welt, sondern vielmehr das Einfangen der geistigen Welt zum obersten Ziel hat. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Tuschekunst durch das Aufkommen von neuen Techniken, Theorien und Medien westlichen Ursprungs zunehmend in Frage gestellt. Bis heute wird die chinesische Malerei zwischen „Guohua“ (traditioneller Malerei) und „Xinhua“ (neuer, westlicher Malerei) unterschieden. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben es sich im vergangenen Jahrhundert zur Aufgabe gemacht, beide Weltanschauungen miteinander zu verbinden. Dies führte allerdings nicht zur erhofften Erneuerung der Tuschemalerei.
Heute, in einer digitalisierten, globalisierten, unübersichtlichen Welt trägt die Auseinandersetzung der Künstlerinnen und Künstler mit der Tradition und ihrer Bedeutung für das eigene Leben zur Identitätsfindung bei. Seit circa 15 Jahren ist eine zunehmende Rückbesinnung auf die eigene Kunsttradition zu beobachten. Diese Entwicklung greift die Ausstellung in der Alten Villa des Kunstmuseums Gelsenkirchen mit zwölf Positionen auf und bietet einen Einblick in die aktuelle Auseinandersetzung mit der traditionellen Tuschemalerei und Kalligrafie.
Sun Xun
The Night of
Time Vivarium, 2015
Courtesy of the
Artist / ShangART Gallery, collection Kevin
Chen
Yang Yongliang
Rising
Mist, 2014
© Yang Yongliang
Kontakt:
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Horster Straße 5-7
45897 Gelsenkirchen
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Fax: +49 209-169 4801
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www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de/
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt frei
