Kunsthalle Recklinghausen
Panorama der Malerei – Junge und etablierte Positionen 15. Mai bis 13. September 2015
Die moderne chinesische Malerei weist eine relativ kurze Geschichte auf. Seit ihrem ersten Auftreten im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit hat sie eine turbulente Entwicklung genommen. Anfangs waren die westlichen Einflüsse – mit einigen Brüchen – deutlich ausgeprägt. Den Malern war es dabei wichtig, unverkennbare Markenzeichen zu setzen. Das Bizarre und Groteske waren willkommene Möglichkeiten, eigene Akzente zu setzen und Aufmerksamkeit zu erregen. Die Deformation des Gewohnten war in der ersten Phase der modernen chinesischen Malerei ein Akt der Befreiung von der Tradition und der Doktrin eines nach wie vor präsenten sozialistischen Realismus. Soldaten-, Arbeiter- und Bauernmalerei wurden zur Folie der ironischen Übertreibung.
Nach der ersten Phase der Deformation und Dekonstruktion im Sinne westlicher Bildvorstellungen ist nun eine Phase der Konsolidierung festzustellen. Das Laute ist dem Nachdenklichen gewichen, die Nachempfindung des Anderen weicht der Erfindung des Eigenen. Ein verhaltener Realismus bleibt Grundlage, ist aber Entfaltungsmöglichkeit für eine kraftvolle, intensive Malerei. Diese gegenwärtigen Entwicklungen der chinesischen Malerei zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mit dreizehn jungen und etablierten Positionen und spannt ein Panorama der Malerei zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Bild und Abbild.
Han Feng
Boat IV,
2014
Courtesy of the Artist / ShangART
Gallery / collection Wang Xinyuan
Huang Rui
Four Yellow,
2014
Courtesy of the Artist
Kontakt:
Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Straße 25–27
45657 Recklinghausen
Tel.: +49 2361-50 1935
Fax: +49 2361-50 1932
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www.kunsthalle-recklinghausen.de
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 11–18 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt
Einzelpreis 5 €, ermäßigt 2,50 €
Kinder unter 6 Jahren Eintritt frei
CHINA 8 Kombi-Ticket 18 €, ermäßigt 10 €
